Bericht Devils Cup 2006, Alverdissen
Samstag
Am Samstagmorgen wurden über 60 Starter begrüßt und auf die anstehende Veranstaltung eingestimmt. Sie fuhren herum, schauten sich die Sektionen an und waren noch zögerlich, ob sie beginnen sollten oder nicht. Nur das Zögern wurde bitterlich bestraft. Nach anfänglichen Graupelschauern ging ein Regen nieder und alle Sektionen waren aufgeweicht . Die in Frank Treppners Sektion anfänglich gezögert hatten, wurden jetzt massiv bestraft. Es waren enge Kehren, kurze Kuppen, die durch den Regen jetzt so schmierig waren, dass ein Fahren kaum möglich war. Bei Kai in der Sektion verhielt es sich nicht anders, durch die viele Schräglagen rutschten die Wagen seitlich an die Torstangen. Biggis Sektion war in eine aufgeschüttete Halde gebaut worden. Es waren knackige Berge und bodenloser Schlamm. Es half nur sehr viel Schwung und Gasgeben. In Hendriks Sektion hatten die Fahrer ein Erdloch zu bewältigen. Auf der einen Seite herein, und auf der anderen Seite wieder raus . Klingt einfach , oder .Aber aufgrund des Regens doch ganz schön kniffelig . In meiner Sektion, die beiden Steilhänge, traute sich bis 12 Uhr niemand heran. Die Hänge waren unheimlich steil und sehr fiese Schräglagen. Der Proto von Sebastian Bültemeier kippte im Canyon und lag mit dem Dach auf der einen Seite und mit den Rädern auf der anderen Seite im Hang. Aufgeben? Sebastian sagte: "Niemals". Den Rückwärtsgang rein, gab Gas und stellte seinen Proto wieder auf die Räder. Der Szenenapplaus war ihm Gewiss. Der andere Proto, von Ingo Mücke, musste in meiner Sektion, am Ende des Steilhanges, zurücksetzen. Er rollte sich dabei auf die Seite und lag unglücklich im Hang. Nichts ging mehr (seht mal bei den Bildern nach). Der erste Bergeversuch mit 2 Autos der Hamelner schlug fehl. Nochmals Danke an Ingo & Co. Für die Hilfe. Erst als Frank mit seinem Volvo und der 7 Tonnen Winde, gesichert von Thomas, eingriff, gelang es den Havarierten wieder zu bergen.

Oben aus dem Plateau in der Sektion wurden die Kippwinkel der Autos bis ans Limit ausgereizt. Wo die physikalischen Grenzen erreicht waren, halfen andere Dinge (schaut mal nach Helmuts Zungenspiele/gelber 413er). Die Sektion von Lennart und Wolfgang war garniert, mit einem heftigen Hang und einer knackigen Kuppe. Natürlich auch wieder schrägfahren, was den Fahrern alles abverlangte. Nicht umsonst hat diese Sektion den Spitznamen "Franks Kurve". Er hat es vor 2 Jahren geschafft, seinen Toyo komplett über das Dach zu drehen und wieder auf die Räder zu stellen.

Bei Michael in der Sektion, Spitzname "Manfreds Berg" (komplette Rolle rückwärts mit seinem Auto), waren Ein- und Ausfahrt derselbe Berg. Im weiteren folgte die richtige Mischung aus Schräglage und kurzen Anstiegen. Sie waren ganz schön heftig und die Grenzen wurden teilweise überschritten. Frank Ladwig legte seinen G so geschickt auf die Seite, dass auch wieder eine riesige Bergeaktion gestartet werden musste. Den Zuschauern hat es gefallen.

Nun zu den Sektionen unterhalb der Windmühle von André und Marcel. In den Hang gestreckte Tore, zwei sehr, sehr steile Anstiege und ein langer Hang waren zu bewältigen. Die verbesserten Fahrer hatten hier ihre liebe Mühe, die Autos auf den Rädern zu halten und den Hang zu schaffen.

Die anschließende Sektion wurde geleitet von Stefan, von den Münsteraner 4x4 Freunden (auch hier nochmals ein recht herzliches Danke).
Stefan hatte eine Sektion in einer aufgeschütteten Abraumhalde, Es ging sehr steil bergauf, über eine Spitzkehre, wieder herunter mit diversen Hindernissen und Löchern, die sich dadurch auszeichnete, dass die Fahrspuren sich immer mehr zu unüberwindbaren Hindernissen entwickelte. Der Boden gab nach und nach, bis es kaum noch fahrbar war..

Nun kommen wir zu den Original- und Newcomer-Fahrern: 11 Starter hatten wir in dieser Klasse. Eine beeindruckende Zahl wie wir finden. Sie alle waren mit viel Herz dabei, hatten für sich extra gebaute Sektionen und waren schon erstaunt, was sie, trotzdem sie Newcomer oder Originalautos fuhren, doch zu leisten im Stande waren.
O-Ton eines Originalfahrers: "ganz schön schräg, was ihr uns da gebaut habt." Aber, Gott-sei-Dank, passierte in dieser Gruppe nichts, dank dem fachkundigen Rat von Harald, der die Gruppe leitete und durch die Sektionen führte.
Abends bei der Siegerehrung zeichneten sich die doch sehr anspruchsvollen Sektionen, gepaart mit dem etwas schlechteren Wetter am Morgen, aus. Viele Fahrer hatten Punkte erfahren, die sie sonst die ganze Saison nicht zusammen erfahren, aber rundum war eine zufriedene Stimmung. Die Töne der Fahrer waren überall positiv und sagten aus, dass es eine tolle und gelungene Veranstaltung gewesen ist.

Siegerehrung und Ausblick
Insgesamt hatten wir 60 Starter und 15 Mannschaften am Start. Die Ergebnisse der Siegerehrung könnt ihr im Servicebereich nachlesen, unter Ergebnisse. Hier sei nur noch einige Sachen bei der Siegerehrung erwähnt, was für viel Gelächter gesorgt hat. Hartmut hat sein Haar offen getragen und Ingo Mücke hat aufgrund seiner genialen Rolle im Canyon einen Sonderpreis erhalten (seht auch hier mal bei den Bildern nach). Abends fand die obligatorische Party statt, die bis in die frühen Morgenstunden gedauert hat. Einige mussten auch hier noch lernen, das man nicht einfach so einen "halben" bestellt. Sören hat dies gemacht und musste daraufhin einen halb Ballantines, halb Cola austrinken, was zu gesetzterer Stunde doch schon zu diversen Ausfallerscheinungen bei ihm führte. Er tat uns richtig leid, vor allem am nächsten Tag.
Im Verlauf des Abends, in geselliger Runde, kam Bernhard Nieweg auf die Idee "wir fahren am Sonntag einen Frauenpokal aus". Gesagt, getan. Durch die Leute hindurch gelaufen, 10, 12, 15 Frauen angesprochen. Sofort hatte er 11 Starterinnen zu Gange und somit wurde vereinbart, am Sonntagmorgen, gegen 11.15 Uhr ein Frauentrial zu starten.
Es wurde eine Sektion zum Longtrial mit 18 Toren umgebaut, die von den Frauen vorwärts und rückwärts zu befahren waren. Nach anfänglichem Zögern am Sonntagmorgen und Sätzen wie: "Das ist nicht fahrbar", "das können wir nicht" und "das kriegen wir nicht hin", haben sich die Frauen doch getraut. Und man muss sagen, sie waren mit Herz und richtig Biss dabei und haben das erstklassig gelöst. Zu Anfang hieß es, dass geht nicht, das können wir nicht fahren, dann Vielleicht, na ja doch und zum Ende hieß es doch, da kommen wir herum und da geht noch etwas. So wurden Autos in Schräglagen hinein gefahren, die doch schon beeindruckend waren. Die Ergebnisse des Frauentrials (die ersten drei Plätze) waren: Sybille Ladwig gefolgt von Christa Teutrine und Jutta Engelhardt. Aber völlig egal, wie es ausgegangen ist, alle waren begeistert und mit viel, viel Freude dabei.
Wir hoffen, dieses etablieren zu können und werden versuchen in Werlte so etwas nochmals zu starten. Wir hoffen auf die Unterstützung der Werlter.

So, nun die Bilder angeklickt, die Ergebnisse angeguckt
Ich würde sagen, bis zum nächsten Mal

Frank Pauli

Club Vergleichs Trial